0:38 - Donnerstag November 14, 2019

Lohnt sich „Buy and hold“ noch?

In der Vergangenheit galt, dass bei einer längerfristigen Anlage in Aktien (Zeiträume von beispielsweise 15 oder 20 Jahren) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, eine Rendite jenseits der Kapitalmarktzinsen zu erwirtschaften ist. Doch gilt diese These immer noch?

Die letzten 10 Jahre haben wohl eher das Gegenteil bewiesen. Die Kapitalmärkte sind volatil wie nie zuvor und Investments die vor 10 Jahren eingegangen worden sind, können heute im Minus stehen.

Somit stellt sich die Frage, wieso sollte man noch in Aktien investieren ? Ein Grund dafür ist die Möglichkeit der Diversifizierung des eigenen Anlageportfolios. Da Aktien aus vielerlei Branchen und Unternehmen zur Verfügung stehen, lässt sich darüber das eigene Risiko streuen und senken. Zudem sprechen stetige Dividendenzahlungen (jährliche Ausschüttungen) für eine Anlage in starke Aktientitel.

Pro Aktie: Inflationsschutz

Ein weiterer, vor allem in den heutigen Zeiten für viele Anleger wichtiger Aspekt, ist der Inflationsschutz. Da eine Aktie ein Anteilsschein eines Unternehmens ist, erwirbt der Anleger einen (kleinen) Teil dieses Unternehmens. Wenn man so will, gehört einem Anleger exemplarisch nach dem Erwerb einer Siemensaktie ein kleiner Teil von Siemens. Somit kann man nun ähnlich einem Haus oder einer Wohnung einen Sachwert sein Eigen nennen, welcher den Wert im Grossen und Ganzen betrachtet auch bei einer Geldentwertung erhält.

Jedoch gilt es hier auch zu betrachten, dass Aktienmärkte nicht immer die beste Lösung in jeder Konjunktursituation sind. Auf den Rat von Bankberatern, Zeitschriften oder Internetforen sollte sich niemand verlassen, sondern sich lieber selbst mit den wirtschaftlichen Entwicklungen befassen und eine eigene Meinung bilden.

Kurzum wer Aktien besitzt, sollte sich aktiv um sein Depot kümmern, da auch die Weisheit des alten Börsengurus André Kostolany „Buy and hold“ heute keinen Bestand mehr hat. Doch die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu erwischen, gelingt nur dem, der gut informiert ist.

Wer dennoch auf eine „Buy and hold“-Strategie setzt und noch bei einer Sparkasse oder Filialbank sein Depot unterhält, sollte sich allerdings mal die Angebote von Direktbanken in dem Bereich anschauen (z.B. www.depot-vergleichen.de). Hier lässt sich insbesondere bei der jährlichen Depotgebühr einiges sparen. Denn diese wird von Direktbanken i.d.R. nicht erhoben. Bei einer Haltrefrist von 10 – 20 Jahren kann da einiges zusammenkommen und die Rendite schmälern. Der Depotwechsel ist kostenlos, wenn es sich um inländische Lagerstellen handelt.

Bildquelle: Flickr by Kurrat

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